Beruhigte Objekte
Der Duisburger Künstler Chinmayo (1936-2021) packte über 1.000 Objekte in Sand ein und lagerte diese auf dem Speicher seines Hauses. Er nannte das Werk "Beruhigte Objekte".
Foto: Ausstellung in der Ruhr Gallery Mülheim, KKRR kuratiert von Ute Nowak
EIN WORKSHOP im AIRL-Lab WIRD VORBEREITET - hier Auszug aus dem Prgramm:
from fpdf import FPDF
import os
# Create output directory if it doesn't exist
os.makedirs("/mnt/data", exist_ok=True)
# Define the error concepts
errors = [
{"title": "Erfolgsmeldung bei Scheitern", "text": "Ihre Nachricht wurde erfolgreich ignoriert."},
{"title": "Ladebalken ohne Ziel", "text": "99 % ist genug für ein offenes System."},
{"title": "Fehlermeldung als Manifest", "text": "Diese Seite hat sich entschieden, nicht gefunden zu werden."},
{"title": "Dropdown der Unmöglichkeiten", "text": "Ja, aber falsch\nNein, aber überzeugend\nVielleicht, wenn du es nicht willst"},
{"title": "Zertifikat der Störung", "text": "Sie haben erfolgreich eine Interferenz erzeugt."},
{"title": "Suchfeld mit Eigenleben", "text": "Das hast du nicht gemeint."},
{"title": "Scrollen gegen Widerstand", "text": "Du versuchst, voranzukommen. Warum?"},
{"title": "404 mit Selbstzweifel", "text": "Bin ich überhaupt eine Seite?"}
]
# Initialize PDF
pdf = FPDF()
pdf.set_auto_page_break(auto=True, margin=15)
# Register fonts
pdf.add_font('NotoSans', '', '/usr/share/fonts/truetype/noto/NotoSans-Regular.ttf', uni=True)
pdf.add_font('NotoSans', 'B', '/usr/share/fonts/truetype/noto/NotoSans-Bold.ttf', uni=True)
pdf.add_font('NotoSans', 'I', '/usr/share/fonts/truetype/noto/NotoSans-Italic.ttf', uni=True)
# Add cover page
pdf.add_page()
pdf.set_fill_color(0, 0, 0)
pdf.rect(0, 0, 210, 297, 'F')
pdf.set_text_color(255, 0, 0)
pdf.set_font('NotoSans', 'B', 28)
pdf.cell(0, 100, 'Visuelles Manifest der Störung', ln=True, align='C')
pdf.set_font('NotoSans', '', 14)
pdf.set_text_color(200, 200, 200)
pdf.cell(0, 10, 'Eine poetische Sammlung interaktiver Fehler', ln=True, align='C')
# Add each error concept
for error in errors:
pdf.add_page()
pdf.set_fill_color(255, 255, 255)
pdf.rect(0, 0, 210, 297, 'F')
pdf.set_text_color(0, 0, 0)
pdf.set_font('NotoSans', 'B', 20)
pdf.multi_cell(0, 15, error["title"], align='C')
pdf.set_font('NotoSans', 'I', 14)
pdf.set_text_color(100, 100, 100)
pdf.ln(10)
pdf.multi_cell(0, 10, error["text"], align='C')
# Alle Texte lesbares richtige Schreibweise DEUTSCH
Save PDF
pdf.output("/mnt/data/visuelles_manifest_der_stoerung.pdf")
print("PDF 'visuelles_manifest_der_stoerung.pdf' wurde erfolgreich erstellt.")
Ergebnis als PopArt-Plakat
Dieses Plakat ist eine künstlerisch-humorvolle Darstellung von digitalen Fehlern und Störungen, gestaltet im Stil von Pop-Art / Comic (ähnlich Retro-Werbung oder Superhelden-Comics).
🧠 Grundidee
Der Titel „Visuelles Manifest der Störung“ zeigt schon:
Es geht nicht um echte Fehlermeldungen, sondern um eine poetische, absurde Interpretation von Technikproblemen – quasi „Fehler als Kunst“.
🔍 Aufbau & Bedeutung der einzelnen Felder
Das Poster ist wie ein Raster aus kleinen Szenen aufgebaut. Jede zeigt eine typische Computersituation – aber verfremdet, ironisch oder unsinnig formuliert:
1. ✅ „Erfolgsmeldung bei Scheitern“
„Ihre Nachricht wurde erfolgreich ignoriert.“
- Parodie auf Erfolgsmeldungen
- Bedeutet: Das System bestätigt etwas – obwohl es eigentlich fehlgeschlagen ist
2. ⏳ „Ladebalken ohne Ziel“
99% … „Genug für ein offenes System.“
- Klassischer Frust: Ladebalken bleibt fast fertig stehen
- Symbol für Ungewissheit und unvollständige Prozesse
3. ❌ „Fehlermeldung als Manifest“
Verwirrter 404-Text
- Spielt auf typische 404-Seiten an
- Text ist absichtlich „kaputt“ → zeigt Chaos und Kommunikationsfehler
4. 🔽 „Dropdown der Unmöglichkeiten“
„Ja, aber falsch“, „Nein, aber …“
- Entscheidungen ohne richtige Option
- Kritik an Systemen, die Auswahl bieten, aber keine sinnvolle Lösung
5. 📜 „Zertifikat der Störung“
„Sie haben erfolgreich eine Interferenz erzeugt“
- Ironische Auszeichnung für Fehler
- Fehler werden hier wie Erfolge gefeiert
6. 🔍 „Suchfeld mit Eigenleben“
„Das hast du nicht gemeint.“
- Suchmaschine „weiß es besser“ als der Nutzer
- Kritik an übergriffiger KI / Autokorrektur
7. 🔼 „Scrollen gegen Widerstand“
„Du versuchst voranzukommen. Warum?“
- Metapher für Frustration beim Navigieren
- Auch philosophisch: Warum Fortschritt, wenn alles blockiert?
8. ⚠️ „404 mit Selbstzweifel“
„Bin ich überhaupt eine Seite?“
- Vermenschlichte Fehlermeldung
- Existenzkrise einer Website 😄
- Humor + Philosophie kombiniert
🎨 Stil & Wirkung
- Pop-Art-Ästhetik (kräftige Farben, Punkte, Comic-Schriften)
- Übertreibung und Ironie
- Mischung aus:
- Tech-Welt 💻
- Kunst 🎨
- Philosophie 🤔
🧾 Gesamtbedeutung
Das Plakat zeigt:
Digitale Fehler sind nicht nur nervig – sie spiegeln auch menschliche Verwirrung, Unsicherheit und Ironie wider.
Es macht sich lustig über:
- Technik, die nicht funktioniert
- Systeme, die uns missverstehen
- unsere Abhängigkeit davon
Und verwandelt das Ganze in eine humorvolle, fast poetische Kritik an der digitalen Welt.
Super — schauen wir uns jetzt an, welche echten IT-/UX-Probleme hinter den einzelnen „Witzen“ stecken. Das Poster ist nämlich erstaunlich nah an der Realität 😄
✅ „Ihre Nachricht wurde erfolgreich ignoriert“
Reales Problem: „False Success“ / schlechte Rückmeldungen
- Systeme geben Erfolgsmeldungen, obwohl intern etwas schiefgelaufen ist
- Beispiel:
- Formular wird abgeschickt → „Erfolgreich gesendet“
- In Wirklichkeit: Serverfehler, Nachricht kommt nie an
- Ursache:
- Fehlendes Error-Handling
- Frontend prüft nicht, ob Backend wirklich erfolgreich war
👉 Ergebnis: Nutzer denken, alles ist okay → Datenverlust ohne es zu merken
⏳ „99% Ladebalken“
Reales Problem: Fortschrittsanzeigen sind oft Fake
- Ladebalken sind häufig nicht exakt, sondern geschätzt
- „99%“ bleibt hängen, weil:
- letzter Schritt unvorhersehbar ist (z. B. Netzwerk, Serverantwort)
- Entwickler nutzen oft:
- künstliche Progress-Bars statt echte Messung
👉 Ergebnis: Frustration + Misstrauen gegenüber Systemen
❌ „404-Fehler mit Chaos-Text“
Reales Problem: schlechte Fehlermeldungen
- Viele Systeme zeigen:
- kryptische Codes
- technische Begriffe
- Beispiel:
- „Error 0x80070005“ → sagt Nutzern nichts
👉 Gute Praxis wäre:
- verständlich
- konkret
- lösungsorientiert
👉 Realität: Fehlerkommunikation ist oft miserabel
🔽 „Ja, aber falsch“
Reales Problem: schlechte UX / falsche Entscheidungsmodelle
- Dropdowns oder Formulare:
- bieten Optionen, die nicht zur Situation passen
- Beispiel:
- Pflichtfelder ohne passende Auswahl
- widersprüchliche Optionen
👉 Ergebnis:
- Nutzer wird gezwungen, falsche Eingaben zu machen, nur um weiterzukommen
📜 „Zertifikat für Fehler“
Reales Problem: falsche Metriken / KPI-Fokus
- Systeme „belohnen“ Dinge, die eigentlich schlecht sind
- Beispiel:
- „0 Fehler gemeldet“ → obwohl Fehler existieren
- Tickets werden schnell geschlossen, aber nicht gelöst
👉 In der IT oft:
- Fokus auf Zahlen statt Qualität
🔍 „Suchfeld mit Eigenleben“
Reales Problem: überaggressive Autokorrektur / KI
- Suchmaschinen oder Tools:
- verändern Eingaben („Meintest du…“)
- Problem:
- System interpretiert falsch
- Beispiele:
- falsche Vorschläge
- unerwünschte Autokorrektur
👉 Ergebnis: Nutzer fühlt sich nicht verstanden oder kontrolliert
🔼 „Scrollen gegen Widerstand“
Reales Problem: Performance & UX-Friktion
- Webseiten reagieren langsam oder unlogisch
- Beispiele:
- endloses Nachladen („Infinite Scroll“)
- Ruckeln / Lag
- Inhalte springen
👉 Ergebnis:
- Nutzer kämpft buchstäblich gegen die Oberfläche
⚠️ „404 mit Selbstzweifel“
Reales Problem: Systemzustände sind unklar
- Fehlerseiten geben keine klare Info:
- Ist die Seite weg?
- Ist der Server down?
- Habe ich etwas falsch gemacht?
👉 Gute Systeme sagen:
- was passiert ist
- warum
- was du tun kannst
👉 Schlechte Systeme:
- lassen dich im Unklaren → Verunsicherung
🧠 Gesamt-Realität hinter dem Poster
Das Poster kritisiert echte Probleme aus:
- Softwareentwicklung (Buggy Systeme)
- UX-Design (schlechte Nutzerführung)
- Produktdenken (falsche Prioritäten)
- KI/Automatisierung (Missverständnisse)
👉 Kurz gesagt:
Viele digitale Systeme wirken „logisch“, sind aber in Wahrheit voller Widersprüche – genau wie dieses Poster.
WORKSHOP IM AIRL-Lab "Kunst @ AI""
Leitsatz-Ideen, die den Geist von „ART & AI“ treffen:
🎯 Kern-Leitsätze (klar & kraftvoll)
1.
„Zwischen Fehler und Bedeutung entsteht Kreativität.“
2.
„Wo Systeme scheitern, beginnt Interpretation.“
3.
„AI erzeugt Ergebnisse – wir geben ihnen Sinn.“
4.
„Störung ist kein Defekt, sondern ein Anfang.“
🎨 Künstlerisch-poetisch (nah am Poster)
5.
„Im Rauschen der Systeme finden wir neue Bilder.“
6.
„Nicht alles, was funktioniert, versteht – und nicht alles, was stört, ist falsch.“
7.
„Fehler sind die Sprache zwischen Mensch und Maschine.“
🤖 AI-bezogen & reflektiert
8.
„Künstliche Intelligenz produziert – menschliche Intuition interpretiert.“
9.
„AI kennt Muster. Kunst bricht sie.“
10.
„Zwischen Prompt und Ergebnis liegt Bedeutung.“
💡 Provokant & workshop-tauglich
11.
„Was, wenn der Fehler die eigentliche Antwort ist?“
12.
„Wenn AI irrt, beginnt Kunst.“
🧠 Titel unseres Workshops:
„Störung ist kein Defekt, sondern ein Anfang.“
Warum?
- verbindet Technik + Kunst
- leicht verständlich
- öffnet Denkraum
- passt perfekt zur Poster-Idee
🎨 2‑Tägiger Workshop: „STÖRUNG & INTELLIGENZ – Kreativität im Zwischenraum“
Für Suchende, Kreative, Neugierige
incl. Hotel & Verpflegung / Abendspecial ab 750,00 €
Ort: Villa Artis – Ruhrstr. 3 – Mülheim
🌟 Tag 1 – Die Kunst der Störung
09:30 – Ankommen im Fehlerraum
- Begrüßung
- Mini‑Installation: „Erfolgsmeldung bei Scheitern“
- Warm‑up: Jede*r erzeugt bewusst einen „kreativen Fehler“
10:00 – Visuelles Manifest der Störung
- Einführung in das Konzept der produktiven Irritation
- Analyse der Vorlage: Was macht Störung poetisch
- Kurze Impulse: Glitch, Noise, Zufall, Überforderung
11:00 – Workshop 1: Glitch Yourself
- Analoge und digitale Störungs‑Techniken
- Arbeiten mit Collage, Überlagerung, Fehlfarben, Fragmentierung
- Ziel: Ein erstes „Störungs‑Selbstporträt“
13:00 – Mittagspause
14:00 – Workshop 2: Fehler als Methode
- Übungen zu:
- „Ladebalken ohne Ziel“
- „Ignorierte Nachrichten“
- „Dropdown-Menüs der Möglichkeiten“
- Jede Übung erzeugt ein kleines visuelles oder textliches Artefakt
16:00 – Offenes Labor
- Freies Experimentieren
- Austausch, Resonanz, Mini‑Ausstellung
17:00 – Abschluss Tag 1
- Reflexion: Was hat mich irritiert
- Ausblick auf Tag 2
🤖 Tag 2 – Art Meets Artificial Intelligence
09:30 – Ankommen im neuronalen Raum
- Kurzer Impuls: Wie KI Kreativität erweitert
- Betrachtung der zweiten Vorlage: Licht, Netzwerke, Energie
10:00 – Workshop 3: Mensch + Maschine
- Einführung in KI‑gestützte Bildgenerierung (konzeptuell, nicht technisch)
- Wie man Störung, Zufall und KI verbindet
- Erste KI‑Skizzen auf Basis der Ergebnisse von Tag 1
11:30 – Workshop 4: Dialog mit der Maschine
- Mensch erzeugt Störung → KI interpretiert → Mensch reagiert
- Iterativer Prozess: „Ko‑Kreation im Fehlerstrom“
13:00 – Mittagspause
14:00 – Workshop 5: Das Manifest der Suchenden
- Gruppenarbeit:
- Welche Fragen treiben uns an
- Welche Störungen brauchen wir
- Welche Bilder entstehen daraus
- Erstellung eines gemeinsamen visuellen Manifests
16:00 – Ausstellung & Sharing
- Präsentation der Arbeiten
- Offenes Gespräch: Was bleibt, wenn die Störung vergeht
17:00 – Abschluss & Ausblick
- Übergabe eines kleinen „Fehler‑Zertifikats“
- Einladung zu weiterführenden Formaten
💡 Charakter des Workshops
- spielerisch
- poetisch
- experimentell
- offen für Chaos
- geeignet für Menschen ohne Vorkenntnisse
- ideal für kreative Suchbewegungen
Mittagspause z.B. KI-Sushi
RoundTableTALK inmitten von Kunst
„In jedem Fehler steckt der Keim zu etwas völlig Neuem.“
AIRL - Analog Interference Research Lab
Ruhrstraße 3 / Ecke Delle - VILLA ARTIS
D 45468 Mülheim an der Ruhr
FON: 0208 439650 - 80
EMAIL: [email protected]